KrankheitenDie Zunge – ein Spiegel der Gesundheit, in den niemand schaut?
- Igor Dogocki — Siła Języka
- Aetiology and associations of halitosis: A systematic review. · Oral Dis 2023
- Oral Manifestations of Systemic Lupus Erythematosus: A Systematic Review. · Int J Environ Res Public Health 2022
- Oral health's inextricable connection to systemic health: Special populations bring to bear multimodal relationships and factors connecting periodontal disease to systemic diseases and conditions. · Periodontol 2000 2021
- Oral Frailty as a Risk Factor for Physical Frailty and Mortality in Community-Dwelling Elderly. · J Gerontol A Biol Sci Med Sci 2018
- Impact of an oral care intervention protocol on oral health outcomes in head and neck cancer patients undergoing radiation or chemoradiation therapy. · BMC Oral Health 2025
- Oral health and cardiometabolic disease: understanding the relationship. · Intern Med J 2022
- Association between oral health and sarcopenia: A literature review. · J Prosthodont Res 2021
- Oral Health and the Frail Elderly. · J Frailty Aging 2017
- The Association between Malnutrition and Oral Health in Older People: A Systematic Review. · Nutrients 2021
- Orthomolecular Medicine News Service — Reboot Your Gut: Optimizing Health and Preventing Infectious Disease
- Orthomolecular Medicine News Service — Orthomolecular Oral Medicine
- Orthomolecular Medicine News Service — Resolving Colds to Advanced COVID with Methylene Blue
Igor Dogocki bringt eine tiefe Zungenposition mit Mundatmung, nach vorn geschobenem Kopf und Schlafproblemen in Verbindung.
- Bei Erwachsenen nennt er außerdem einen schmalen Kiefer, schiefe Zähne sowie Kopf- oder Rückenschmerzen.
- Bei Kindern bringt er das Schlafen mit offenem Mund mit Hyperaktivität, Überempfindlichkeit und Augenringen am nächsten Tag in Verbindung.
- Er rät, die Position der Zunge und die Atmung zu überprüfen und sich bei Schwierigkeiten an eine Logopädin oder einen Logopäden zu wenden sowie das Zungenbändchen untersuchen zu lassen.
Was die Autoren schreiben
Laut Igor Dogocki soll die Zunge die Symmetrie des Körpers und eine korrekte Kopfhaltung unterstützen.
Eine nach unten und vorn gerichtete Zunge steht mit einem nach vorn geschobenen Kopf, einer falschen Halsstellung und Mundatmung in Verbindung.
Eine falsche Zungenposition und häufige Mundatmung stehen mit einem schmalen Kiefer, schiefen Zähnen und Schlafstörungen bei Erwachsenen in Verbindung und können außerdem Kopf- oder Rückenschmerzen verursachen.
Eine tiefe Zungenposition kann zu gesundheitlichen Problemen im ganzen Körper führen.
Die Zunge soll die Verdauung steuern und Nervensignale im Gehirn beeinflussen; falsches Schlucken verformt den Zahnbogen.
Ein offener Biss, schmale Zahnbögen und ein hoher, gewölbter Gaumen bei Kindern weisen darauf hin, dass die Zunge nicht richtig am Gaumen anliegt.
Bei Kindern stehen das Schlafen mit offenem Mund und nächtlicher Sauerstoffmangel mit Hyperaktivität, Überempfindlichkeit und Augenringen am nächsten Tag in Verbindung.
Igor Dogocki sagt, dass der hintere Teil der Zunge gegen den Gaumen drücken sollte, und empfiehlt, bewusst auf die Zungenposition und die Atmung zu achten.
Wenn es Schwierigkeiten mit der richtigen Zungenposition gibt, empfiehlt Igor Dogocki eine Beratung bei einer Logopädin oder einem Logopäden und eine Untersuchung, ob das Zungenbändchen zu kurz ist.
Studien aus PubMed · Europe PMC
Wir haben 9 Studien mit den besten, positiven Ergebnissen ausgewählt. Das ist eine Auswahl, keine vollständige Übersicht aller Studien.
Anzahl aller Studien zu diesem Thema in PubMed: 5 082.
Eine Übersichtsarbeit ergab, dass Mundgeruch in den meisten Fällen mit Faktoren in der Mundhöhle zusammenhängt, etwa mit Zungenbelag und Erkrankungen des Zahnhalteapparats.
Ziel der Studie: Halitosis ist ein Begriff für einen unangenehmen oder üblen Geruch, der aus der Mundhöhle kommt und durch Faktoren innerhalb oder außerhalb des Mundes verursacht werden kann. Obwohl Mundgeruch viele Ursachen hat, spielen Faktoren in der Mundhöhle in den meisten Fällen eine wichtige Rolle.
Ergebnisse: 80 bis 90 Prozent der Fälle von Mundgeruch werden durch Faktoren in der Mundhöhle verursacht. Zu den wichtigsten zählen Zungenbelag, Erkrankungen des Zahnhalteapparats und mangelnde Mundhygiene. 10 bis 20 Prozent der Fälle werden durch Faktoren außerhalb der Mundhöhle verursacht, die mit systemischen Erkrankungen zusammenhängen. Mundgeruch kann viele Ursachen haben, doch die meisten liegen in der Mundhöhle. Das medizinische Wissen muss erweitert werden, um die tatsächlichen krankhaften Prozesse hinter Mundgeruch bei ansonsten gesunden Menschen zu bestimmen.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
Die Übersichtsarbeit ergab, dass Geschwüre, Mundtrockenheit und andere Veränderungen in der Mundhöhle häufig zusammen mit systemischem Lupus erythematodes auftreten.
Ziel der Studie: Der systemische Lupus erythematodes (SLE) ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die sich durch unterschiedliche klinische Erscheinungsformen und einen unregelmäßigen Verlauf auszeichnet. Ursachen und Entstehung dieser Erkrankung sind nicht gut verstanden, weshalb es schwierig ist, eine sichere Diagnose zu stellen und einen Behandlungsplan festzulegen.
Ergebnisse: Nach der Auswahl wurden insgesamt 15 Artikel in diese Studie aufgenommen. Bei den ausgewählten Artikeln handelte es sich um Querschnitts-, Fall-Kontroll- und Kohortenstudien. Die am häufigsten mit SLE verbundenen Erscheinungen im Mund waren Geschwüre, verminderte Speichelproduktion, Verfärbungen, Zungenschmerzen, eine gespaltene Zunge, Lippenentzündung, Arthritis und das sekundäre Sjögren-Syndrom. Obwohl die Erkennung dieser Erscheinungen im Mund für eine frühe SLE-Diagnose wichtig ist, gibt es dazu noch nicht genügend Studien.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
Die Übersichtsarbeit beschreibt Zusammenhänge zwischen Erkrankungen des Zahnhalteapparats und verschiedenen systemischen Erkrankungen, darunter Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Ziel der Studie: Die Zahnmedizin verändert sich: Neue Studien zeigen zunehmend, dass die Gesundheit des Zahnhalteapparats die allgemeine Gesundheit beeinflusst – und umgekehrt. Bevölkerungsstudien, klinische Studien und Tierstudien im Labor unterstreichen die große Bedeutung der Mundgesundheit für die allgemeine Gesundheit.
Ergebnisse: Daher könnte es wichtig sein, die Auswirkungen viraler Erreger bei Parodontitis weiter zu untersuchen. Vielleicht ist es an der Zeit, auch die bislang wenig beachteten Viren in der Umgebung des Zahnhalteapparats einzubeziehen, um die Entstehung und die systemischen Folgen der Parodontitis vollständig zu verstehen. Neue Daten aus der Pandemie der Coronavirus-Krankheit 2019 unterstreichen außerdem die enge Verbindung zwischen Mundgesundheit und allgemeiner Gesundheit. In Mundgewebe, insbesondere in der Zunge, wurden hohe Mengen des ACE2-Rezeptors für das schwere akute Atemwegssyndrom Coronavirus 2 festgestellt. Eine anhaltende Belastung oder Überlastung durch chronischen Stress trägt wahrscheinlich zum raschen Abbau von Gewebe im Mund, an den Zähnen, am Zahnhalteapparat und rund um Implantate bei. Diese Zusammenhänge bestehen im Rahmen von Virämien, Bakteriämien und Mikrobiämien, systemischen Entzündungen und/oder Störungen des Immunsystems bei anfälligen Menschen.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
Die Studie ergab, dass ein schlechterer Zustand der Mundgesundheit bei Senioren ein höheres späteres Risiko für körperliche Gebrechlichkeit vorhersagte.
Ziel der Studie: Die Mundgesundheit ist wichtig, um bei älteren Menschen die allgemeine Gesundheit zu erhalten. Ein längsschnittlicher Zusammenhang zwischen schlechter Mundgesundheit und allgemeiner Gesundheit wurde jedoch bisher nicht beschrieben. Wir untersuchten, ob ein schlechter Zustand der Mundgesundheit eine körperliche Verschlechterung vorhersagen kann (körperliche Gebrechlichkeit, Sarkopenie und spätere Pflegebedürftigkeit), und bestimmten die langfristigen Auswirkungen einer zunehmenden schlechten Mundgesundheit (d. h.
Ergebnisse: Ein schlechter Zustand der Mundgesundheit, bestimmt anhand der Zahl natürlicher Zähne, der Kauleistung, der Mundmotorik beim Sprechen, des Zungendrucks sowie subjektiver Schwierigkeiten beim Essen und Schlucken, sagte eine spätere körperliche Verschlechterung (neues Auftreten körperlicher Gebrechlichkeit, Sarkopenie und Pflegebedürftigkeit) deutlich voraus. Orale Gebrechlichkeit wurde als schlechter Zustand in mindestens drei der sechs Messbereiche definiert. Bei 16 Prozent der Teilnehmenden lag zu Beginn orale Gebrechlichkeit vor. Sie war mit einem 2,4-, 2,2-, 2,3- beziehungsweise 2,2-fach erhöhten Risiko für körperliche Gebrechlichkeit, Sarkopenie, Pflegebedürftigkeit und Tod verbunden. Eine zunehmende schlechte Mundgesundheit sagte das Auftreten ungünstiger gesundheitlicher Folgen, darunter den Tod, bei älteren Menschen in Privathaushalten deutlich voraus. Um gesund zu altern, muss oraler Gebrechlichkeit frühzeitig vorgebeugt werden.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
Ein Mundpflegeprotokoll für Patienten, die wegen Kopf-Hals-Krebs behandelt wurden, verzögerte das Auftreten bestimmter Probleme, darunter Schleimhautentzündung und Schluckbeschwerden.
Ziel der Studie: Bei Patienten mit Kopf-Hals-Krebs, die eine Chemotherapie und Strahlentherapie erhalten, kann sich die Mundgesundheit deutlich und oft plötzlich verschlechtern. Zu diesen Veränderungen zählen eine während und kurz nach der Behandlung auftretende Mundschleimhautentzündung, Candida-Infektionen, Sprechprobleme, Schwierigkeiten beim Essen, Zahnfleischbluten und Gewebeverhärtungen.
Ergebnisse: Die meisten Patienten, nämlich 42,5 % in der Versuchsgruppe und 32,5 % in der Kontrollgruppe, hatten Zungenkrebs. Die meisten Teilnehmenden, nämlich 57,5 % in der Versuchsgruppe und 67,5 % in der Kontrollgruppe, erhielten eine kombinierte Chemo- und Strahlentherapie. Bei allen Komplikationen im Mund unterschieden sich die mittlere Zahl der Tage bis zum Auftreten einer Schleimhautentzündung (p =.015), von Schluckbeschwerden (p =.009) und von Kaubeschwerden (p =.032) signifikant von der Kontrollgruppe. Das zeigt, dass die Maßnahme wirksam war. Im Verlauf der Behandlung nahmen die Beschwerden im Mund in beiden Gruppen zu (p =.001). Im Vergleich zur üblichen Versorgung verbesserte die Mundpflegeintervention die Mundgesundheitswerte von Krebspatienten, die eine Strahlentherapie oder kombinierte Chemo- und Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich erhielten [F (401.982), p =.001]. Diese Daten legen nahe, dass das OCIP klinisch hilfreich ist, um die allgemeine Mundgesundheit dieser Patienten zu erhalten.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
Die Übersichtsarbeit weist darauf hin, dass Erkrankungen des Zahnhalteapparats und Mundtrockenheit mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes verbunden sind.
Ziel der Studie: Bei einer Untersuchung der Mundhöhle lassen sich klinische Anzeichen für zugrunde liegende systemische Erkrankungen erkennen. Zu den wichtigen Merkmalen gehören das allgemeine Erscheinungsbild und die Zahl der Zähne sowie Entzündungszeichen an der Schleimhaut oder am Zahnfleisch, etwa Zahnfleischbluten, Rötungen, Schwellungen oder Gewebevermehrungen.
Ergebnisse: Ziel dieser narrativen Übersichtsarbeit ist es, sowohl die Auswirkungen von Parodontitis und Mundtrockenheit auf kardiometabolische Erkrankungen als auch die Auswirkungen der kardiometabolischen Gesundheit auf diese Erkrankungen im Mund darzustellen. Die wichtigsten Merkmale von Parodontitis und Mundtrockenheit werden vorgestellt, ebenso wie aktuelle Ansätze zur frühen Vorbeugung und Behandlung. Die biologischen Mechanismen, die kardiometabolische Erkrankungen mit Parodontitis verbinden, werden beschrieben. Außerdem werden die Belege für den Zusammenhang zwischen kardiometabolischen Erkrankungen und der Mundgesundheit dargestellt und Bereiche aufgezeigt, in denen weitere Forschung nötig ist. Abschließend werden Empfehlungen für Hausärzte vorgestellt, wie sie eine frühe Diagnose und Behandlung von Erkrankungen im Mund unterstützen können: indem sie über den Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und kardiometabolischen Erkrankungen informieren, einfache Ratschläge zur Mundgesundheit geben und an eine Zahnarztpraxis überweisen.
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Die Übersichtsarbeit ergab, dass Werte zur Mundgesundheit mit Sarkopenie und ihren Diagnosekriterien zusammenhängen können.
Ziel der Studie: Sarkopenie gilt seit Kurzem als wichtiges frühes Anzeichen dafür, dass ältere Menschen Pflege benötigen könnten. Einige Studien berichten, dass die Mundgesundheit mit Sarkopenie und ihren Diagnosekriterien zusammenhängt (Handkraft, Gehgeschwindigkeit und Skelettmuskelmasse). Der Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und Sarkopenie wurde jedoch bisher kaum untersucht, und bislang hat keine Übersichtsarbeit die verfügbaren Forschungsergebnisse dazu zusammengefasst.
Ergebnisse: Die meisten Studien waren Querschnittsstudien und wurden in Japan durchgeführt. Untersucht wurden zahlreiche Faktoren der Mundgesundheit, darunter die Zahl der Zähne, der Zahnkontakt, der Zustand des Zahnhalteapparats, die Beißkraft, das Kauen, der Zungendruck und das Schlucken. Insgesamt zeigten die Ergebnisse, dass Werte zur Mundgesundheit deutlich mit Sarkopenie und ihren Diagnosekriterien zusammenhängen können. Es könnte Zusammenhänge zwischen Aspekten der Mundgesundheit und Sarkopenie oder deren Diagnosekriterien geben. Allerdings gibt es nur wenige Studien, die einen solchen Zusammenhang zeigen, und eindeutige Schlussfolgerungen waren nicht möglich. Weitere Langzeitstudien sind nötig, um diese Zusammenhänge zu bestätigen.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
Die Studie ergab, dass eine stärkere körperliche Gebrechlichkeit mit einem schlechteren Zustand der Mundgesundheit verbunden war.
Ziel der Studie: Zusammenhänge zwischen Erkrankungen der Mundgesundheit und Gebrechlichkeit wurden bisher nur selten untersucht. Eine systematische Übersichtsarbeit zu den Bestandteilen von Gebrechlichkeit und zur Mundgesundheit kam zu dem Schluss, dass Unterschiede bei den untersuchten Gruppen, den Endpunkten und dem Studiendesign keinen sicheren Nachweis eines Zusammenhangs zwischen Gebrechlichkeit und Mundgesundheit ermöglichen.
Ergebnisse: Mit dem Auftreten von Gebrechlichkeit stieg das Risiko einer Verschlechterung der Mundgesundheit: Der OHAT-Wert nahm mit dem Fried-Gebrechlichkeitsscore deutlich zu (p<0.001). Die körperliche Leistungsfähigkeit und die Mundgesundheit standen miteinander in Zusammenhang (p<0.001). Der OHAT-Wert und der MNA-Wert (Mini Nutritional Assessment) waren deutlich miteinander verbunden: Bei mangelernährten Personen schien der Zustand des Mundes besser zu sein (p<0.001). Demenz erhöhte das Risiko für eine schlechte Mundgesundheit deutlich (p<0.001). Zwischen dem Zustand des Mundes und Depression gab es keinen deutlichen Zusammenhang, nur eine Tendenz. Diese Pilotstudie zeigt einen Zusammenhang zwischen dem OHAT und den Fried-Kriterien für Gebrechlichkeit bei gebrechlichen älteren Menschen.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
Die Übersichtsarbeit ergab Zusammenhänge zwischen Mangelernährung und Problemen des Mundgewebes sowie einer schlechteren Selbsteinschätzung der Mundgesundheit bei älteren Menschen.
Ziel der Studie: Ziel dieser systematischen Übersichtsarbeit war es, den Zusammenhang zwischen Mangelernährung und Mundgesundheit bei älteren Menschen (ab 60 Jahren) zu untersuchen. Dafür wurde eine umfassende systematische Literaturrecherche in vier Datenbanken durchgeführt (PubMed, CINAHL, Dentistry and Oral Sciences Source und Embase). Erfasst wurde Literatur aus dem Zeitraum von Januar 2000 bis Mai 2020.
Ergebnisse: In vier Studien wurden Probleme des Weichgewebes bei mangelernährten Teilnehmenden beschrieben, darunter eine gerötete Zunge mit Bläschen sowie trockene oder eingerissene Lippen. Sechs Studien befassten sich mit der subjektiv eingeschätzten Mundgesundheit. Mangelernährte ältere Teilnehmende berichteten über eine schlechtere Mundgesundheit und bewerteten ihre Mundgesundheit negativer. Bei älteren Menschen gibt es Zusammenhänge zwischen Mangelernährung oder einem Risiko dafür und der Mundgesundheit. Dabei geht es um harte und weiche Gewebe im Mund sowie um die subjektive Einschätzung der Mundgesundheit. Künftige Forschung sollte sich auf Langzeit-Kohortenstudien mit einer sorgfältigen Erfassung der Mangelernährung und der Mundgesundheit konzentrieren, um den tatsächlichen Zusammenhang zwischen Mangelernährung und Mundgesundheit bei älteren Menschen zu untersuchen.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
Perspektiven und Meinungsbeiträge
Die folgenden Inhalte geben Meinungen, Deutungen und Hypothesen der Autoren wieder. Sie werden nicht als gleichwertig mit wissenschaftlichen Studien und systematischen Übersichten behandelt.
Pisaczek beurteilt nicht, wer recht hat. Es zeigt, was geschrieben wurde und wo man es nachlesen kann. Jeder Satz oben hat seine Quelle.