Kräuter und PflanzenLeber – reinigen Mariendistel und Kräuter sie wirklich?
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- Impact of Silymarin Supplements on Liver Enzyme Levels: A Systematic Review. · Cureus 2023
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- Long-term safety and efficacy of a highly purified plant-based nutraceutical for improving clinical parameters of liver function in healthy participants: a randomized, double-blind, placebo-controlled clinical trial. · Front Nutr 2025
- Synergistic salvation: HIIT and herbal allies reverse NAFLD damage in rats. · J Mol Histol 2025
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Henryk Różański empfiehlt eine Kräutermischung zur Unterstützung der Entgiftung der Leber. Hubert Czerniak nennt Mariendistel als Mittel zur Reinigung des Körpers, nicht speziell der Leber.
- Henryk Różański warnt davor, aus dem Zusatz von Kurkuma zu Lebensmitteln abzuleiten, dass es das Lebergewebe schützt.
Was die Autoren schreiben
Silymarin aus der Mariendistel soll die Membranen der Leberzellen stabilisieren, die Leber vor Giftstoffen schützen und ihre Regeneration unterstützen.
Die Kombination von Silymarin und Artischocke soll die schützende Wirkung auf das Lebergewebe verstärken.
Dem Ehrenpreis wird eine schützende Wirkung auf die Leber zugeschrieben. Er soll bei Leberschäden, Entzündungen, Leberzirrhose und Fettleber eingesetzt werden.
Kurkuma-Präparate wurden als Mittel beschrieben, die bei Leberinsuffizienz, Leberentzündungen, Lebervergiftungen und Virushepatitis eingesetzt werden.
Henryk Różański empfiehlt eine Kräutermischung zur Unterstützung der Regeneration und Entgiftung von Leber und Bauchspeicheldrüse.
Hubert Czerniak nennt Silymarin aus der Mariendistel unter den Mitteln, die bei der Reinigung des Körpers helfen sollen.
Liściokwiat Niruri wurde als hilfreich bei Leberschäden durch Alkohol, Medikamente und chemische Verbindungen sowie bei der Normalisierung der Leberenzyme beschrieben.
Henryk Różański weist darauf hin, dass der Zusatz von Kurkuma zu Lebensmitteln keine Grundlage dafür ist, ihnen eine schützende Wirkung auf die Leber zuzuschreiben.
Studien aus PubMed · Europe PMC
Wir haben 5 Studien mit den besten, positiven Ergebnissen ausgewählt. Das ist eine Auswahl, keine vollständige Übersicht aller Studien.
Anzahl aller Studien zu diesem Thema in PubMed: 73.
Eine Metaanalyse von Studien mit Menschen mit nichtalkoholischer Fettlebererkrankung ergab, dass Silymarin die Leberenzyme ALT und AST senkte, die als Hinweise auf eine Leberschädigung gelten.
Ziel der Studie: Die nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) ist eine chronische Lebererkrankung, die weltweit weit verbreitet ist und die menschliche Gesundheit ernsthaft gefährdet. Es gibt zunehmend Hinweise darauf, dass bestimmte Nahrungsergänzungsmittel oder Nährstoffe das Fortschreiten der NAFLD verlangsamen können. Silymarin ist ein leberschützender Extrakt aus der Mariendistel, doch seine Wirksamkeit bei NAFLD ist weiterhin unklar.
Ergebnisse: In diese Studie wurden insgesamt 26 randomisierte kontrollierte Studien mit 2.375 Patienten aufgenommen. Die Einnahme von Silymarin senkte die Werte von TC (SMD[95%CI]=-0.85[-1.23, -0.47]), TG (SMD[95%CI]=-0.62[-1.14, -0.10]), LDL-C (SMD[95%CI]=-0.81[-1.31, -0.31]), FI (SMD[95%CI]=-0.59[-0.91, -0.28]) und HOMA-IR (SMD[95%CI]=-0.37[-0.77, 0.04]) signifikant und erhöhte den HDL-C-Wert (SMD[95%CI]=0.46[0.03, 0.89]). Außerdem verringerte Silymarin die Leberschädigung, wie der Rückgang der ALT-Werte (SMD[95%CI]=-12.39[-19.69, -5.08]) und AST-Werte (SMD[95% CI]=-10.97[-15.51, -6.43]) zeigte. Auch der Fettleberindex (SMD[95%CI]=-6.64[-10.59, -2.69]) und der Fettleber-Score (SMD[95%CI]=-0.51[-0.69, -0.33]) gingen zurück. Die Leberhistologie der Interventionsgruppe zeigte eine signifikante Verbesserung der Leberverfettung (OR[95%CI]=3.25[1.80, 5.87]). Silymarin kann den Energiestoffwechsel regulieren, Leberschäden verringern und die Leberhistologie bei Patienten mit NAFLD verbessern.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
In einer Übersichtsarbeit berichtete die Mehrheit der Studien über niedrigere Leberenzyme nach der Einnahme von Silymarin, die Ergebnisse fielen jedoch unterschiedlich aus.
Ziel der Studie: Silymarin, gewonnen aus der Mariendistel (Silybum marianum), wird wegen seiner antioxidativen, entzündungshemmenden und antifibrotischen Eigenschaften geschätzt, besonders im Zusammenhang mit der Leber. Dennoch sind seine Auswirkungen auf die Leberenzyme noch nicht umfassend geklärt.
Ergebnisse: Die unterschiedlichen Ergebnisse könnten jedoch auf Begleiterkrankungen, zu niedrige Dosierungen und Grunderkrankungen zurückzuführen sein. Bemerkenswert ist, dass die Wirkung von Silymarin auf die Leberenzyme vom jeweiligen Zusammenhang abhängen könnte und bei verschiedenen Erkrankungen unterschiedlich ausfällt. Bei Patienten mit nichtalkoholischer Fettlebererkrankung sanken die Leberenzymwerte. Silymarinpräparate könnten die Leber schützen, indem sie die Leberenzymwerte bei verschiedenen Erkrankungen verbessern. Weitere Forschung sollte die optimale Dosierung und geeignete Anwendungsgebiete bestimmen und dabei individuelle Patientenmerkmale und Grunderkrankungen berücksichtigen.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
In einer kleinen Studie mit Menschen mit Fettleber verbesserte eine Mischung mit Mariendistel den Grad der Verfettung im Ultraschall häufiger als ein Placebo.
Ziel der Studie: Für die metabolisch bedingte steatotische Lebererkrankung (MASLD) gibt es kaum Behandlungsmöglichkeiten, die auf wissenschaftlichen Belegen beruhen; abgesehen von Änderungen des Lebensstils stehen nur wenige zur Verfügung. Diese klinische Studie untersucht erstmals die Wirksamkeit eines flüssigen oralen Nahrungsergänzungsmittels aus biologischem Anbau, das Kurkumaextrakt, Löwenzahnpulver, Mariendistelextrakt und Ingwerpulver enthält, bei MASLD.
Ergebnisse: In die Gruppen mit dem Testprodukt und dem Placebo wurden jeweils 15 Patienten aufgenommen. Das Durchschnittsalter [Standardabweichung (SD)] betrug 40,6 (10,8) Jahre; 83,3 % waren männlich. Am 60. Tag hatte ein signifikant höherer Anteil der Patienten in der Gruppe mit dem Nahrungsergänzungsmittel eine Verbesserung des Fettlebergrads als in der Placebogruppe [60,0 % (9/15) gegenüber 13,3 % (2/15); p = 0,008]. Die mittlere Veränderung des Fettlebergrads (SD) betrug bei dem Testprodukt -0,60 (0,51) und beim Placebo -0,13 (0,35) (p = 0,007). Die Nebenwirkungen waren leicht und traten in beiden Gruppen ähnlich häufig auf. Die Ergebnisse sind durch die geringe Stichprobengröße, das Design mit nur einem Studienzentrum und die kurze Studiendauer eingeschränkt.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
Bei gesunden Menschen verbesserte eine Mischung aus Mariendistel und anderen Kräutern die Ergebnisse mehrerer Lebertests stärker als ein Placebo.
Ziel der Studie: Die Leberfunktion ist grundlegend für die menschliche Gesundheit. Viele Kräuterextrakte haben einzeln nachweislich die Leberfunktion verbessert. Studien zu Kombinationen von Kräuterbestandteilen, die sich gegenseitig verstärken könnten, gibt es jedoch vergleichsweise wenige. Außerdem ist es oft lästig, viele Kapseln einzunehmen, wenn man mehrere Inhaltsstoffe zur Unterstützung der Lebergesundheit verwenden möchte.
Ergebnisse: Insgesamt nahmen 130 Personen an der Studie teil; 65 wurden jeder Gruppe zugeteilt. Die durchschnittlichen Verbesserungen bei ALT, AST, ALP und GGT waren mit dem Nahrungsergänzungsmittel signifikant größer als mit dem Placebo (p ≤ 0.001). Es wurden keine Nebenwirkungen berichtet.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
In einer Rattenstudie verbesserte eine Kombination aus Mariendistel, Chicorée und Kreuzkümmel, insbesondere zusammen mit HIIT-Training, Werte im Zusammenhang mit Lebergesundheit und Leberfunktion.
Ziel der Studie: Bei einer Fettlebererkrankung sammeln sich Fette in der Leber an. Das kann das Organ schädigen und zu ernsten Komplikationen führen. Ziel dieser Studie war es, die Auswirkungen von Bewegungstraining und Nahrungsergänzung (Mariendistel, Chicorée und Kreuzkümmel) auf Leberstoffwechselprodukte zu untersuchen, die mit Funktion und Gesundheit der Leber bei Ratten mit nichtalkoholischer Fettlebererkrankung (NAFLD) zusammenhängen.
Ergebnisse: Die 4 NAFLD-Gruppen wurden unterteilt und vier Wochen lang wie folgt behandelt: (a) normale HFD, (b) hochintensives Intervalltraining (HIIT), (c) Nahrungsergänzung (Mariendistel, Chicorée und Kreuzkümmel) und (d) HIIT in Kombination mit der Nahrungsergänzung. Die Entstehung von NAFLD durch HFD führte zu Fettstoffwechselstörungen, Schäden am Lebergewebe, erhöhtem Malondialdehyd, erhöhtem Entkopplungsprotein 2 (UCP2) und erhöhter Phosphatidylinositol-3-Kinase (PI3K) sowie zu einer Abnahme der Superoxiddismutase (SOD) und des Peroxisom-Proliferator-aktivierten Rezeptor-Gamma-Coaktivators 1 alpha (PGC-1α) im Lebergewebe (p < 0.05). Die vierwöchige Behandlung mit HIIT, der Nahrungsergänzung oder besonders mit beidem kehrte diese Veränderungen um (p < 0.05). Die Konzentrationen veränderten sich dabei in eine Richtung, die auf eine bessere Lebergesundheit und -funktion hindeutet.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
Perspektiven und Meinungsbeiträge
Die folgenden Inhalte geben Meinungen, Deutungen und Hypothesen der Autoren wieder. Sie werden nicht als gleichwertig mit wissenschaftlichen Studien und systematischen Übersichten behandelt.
Pisaczek beurteilt nicht, wer recht hat. Es zeigt, was geschrieben wurde und wo man es nachlesen kann. Jeder Satz oben hat seine Quelle.