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Ernährung

Übersäuerung des Körpers und Gelenkschmerzen – zerstört saures Essen die Knie?

Quellen: 7 · Artikel: 11 162 Zeichen

M. S. Sater und H. A. Giha bringen eine Übersäuerung der Gelenkflüssigkeit mit Veränderungen in Verbindung, die auf eine Gelenkschädigung bei Menschen mit rheumatoider Arthritis hindeuten.

  • Die Autoren beschreiben auch, wie der pH-Wert die Funktion der Knorpelzellen und die Bildung von GAG beeinflusst.
  • M. Williamson, N. Moustaid-Moussa und L. Gollahon nennen basische Lebensmittel und Bicarbonat als Möglichkeiten, die Übersäuerung zu neutralisieren.
  • Prof. Klaus F. Kopp bringt eine chronische Übersäuerung mit einer hohen Eiweißzufuhr oder einem verstärkten Eiweißabbau in Verbindung, Gicht und Podagra dagegen mit einem hohen Fleischkonsum.

Was die Autoren schreiben

M. Williamson i N. Moustaid-Moussa i L. Gollahon

Basische Lebensmittel und die Einnahme von Bicarbonat werden als Möglichkeiten vorgeschlagen, die Übersäuerung zu neutralisieren.

„Um eine Azidose zu neutralisieren und den arteriellen pH-Wert leicht alkalisch zu halten (7,36–7,44), werden basische Lebensmittel und Bicarbonatpräparate vorgeschlagen. Physiologische Belege für eine Verschiebung der Ernährung in Richtung basischer Lebensmittel sind: Eine Verringerung oder Neutralisierung der Belastung durch die Ernährung hemmt den Knochenabbau, den Muskelschwund und eine übermäßige Cortisolausschüttung (), eine Alkalisierung der Tumorumgebung verbessert das Ansprechen des Tumors auf eine Chemotherapie (), und ein höherer Bicarbonatspiegel im Blutplasma steht mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes in Verbindung ().”To neutralize acidosis and maintain arterial pH that is slightly alkaline (7.36–7.44), alkaline foods and bicarbonate supplementation are suggested. Physiological evidence supporting an alkaline shift in the diet is shown by: bone reabsorption, muscle atrophy, and excess cortisol secretion is inhibited by reducing or neutralizing dietary load (), alkalinizing the tumor microenvironment enhances tumor response to chemotherapy (), and higher levels of plasma bicarbonate is associated with lower risk for type 2 diabetes ().
M. S. Sater i H. A. Giha

Eine Übersäuerung der Gelenkflüssigkeit wurde bei Menschen mit rheumatoider Arthritis mit Anzeichen einer Gelenkzerstörung und einer Ansammlung von Granulozyten in Verbindung gebracht.

„Ein Beispiel für eine Erkrankung des Bindegewebes, die die Gelenke betrifft und sowohl mit Typ-2-Diabetes [193] als auch mit CMA [194] in Verbindung steht, ist Arthrose. Bei Menschen mit rheumatoider Arthritis wurde gezeigt, dass eine Übersäuerung der Gelenkflüssigkeit mit radiologischen Anzeichen einer Gelenkzerstörung und einer Ansammlung von Granulozyten im Knie zusammenhängt [195].”An example of a CT disorder that affects joints and is associated with both T2D [193] and CMA [194] is osteoarthritis. Acidosis of synovial fluid has been shown to correlate with radiological features of joint destruction and granulocyte build-up in the knee in rheumatoid arthritis patients [195].
M. S. Sater i H. A. Giha

Schon geringfügige Veränderungen des pH-Werts können den Stoffwechsel der Knorpelzellen und ihre Fähigkeit zur Bildung von GAG beeinflussen. Die höchste Synthese fand bei einem pH-Wert von 7,2 statt.

„Bei Chondrozyten, die aus dem Gelenkknorpel von Rindern isoliert wurden, beeinflussen geringfügige Veränderungen des pH-Werts den Stoffwechsel der Chondrozyten und ihre Fähigkeit, GAG zu bilden. Die höchste Synthese fand bei einem pH-Wert von 7,2 statt [197]. Ein weiterer Beleg für die Rolle von CMAD bei Gelenkentzündungen ist die positive Reaktion von Menschen mit Arthrose auf basische Mineralstoffpräparate [196].”In chondrocytes isolated from bovine articular cartilage, minor alterations in pH impact chondrocyte metabolism and ability to synthesize GAGs, with maximum synthesis occurring at a pH of 7.2 [197]. Further evidence for the role of CMAD in joint inflammation is the positive response in patients with osteoarthritis to alkaline mineral supplements [196].
Prof. Klaus F. Kopp

Der Autor bringt eine chronische Übersäuerung mit einer zu geringen Nierenleistung im Verhältnis zu einer hohen Eiweißzufuhr oder einem verstärkten Eiweißabbau in Verbindung.

„Auch die moderne Zivilisationsgesellschaft leidet inzwischen chronisch an einem mehr oder weniger großen Bicarbonatmangel und ist chronisch übersäuert. Ursache dafür ist eine zu geringe Nierenleistung im Verhältnis zu einer dauerhaft meist zu hohen Eiweißzufuhr oder einem verstärkten Eiweißstoffwechsel (Abbau durch Sport oder Krankheit).”Die moderne Zivilisations-Gesellschaft leidet nunmehr ebenfalls aufgrund einer zu niedrigen Nierenleistung gegenüber einer permanent meist zu hohen Eiweiß-Zufuhr oder einem gesteigerten Eiweiß-Stoffwechsel (Katabolie durch Sport oder Krankheit) chronisch an einem mehr oder weniger großen Bikarbonat-Defizit und ist chronisch azidotisch.
Prof. Klaus F. Kopp

Der Autor nennt Gicht und Podagra als Beschwerden, die mit einem hohen Fleischkonsum zusammenhängen.

„Schon in früheren Jahrhunderten zeigte sich dies in den privilegierten Adelsschichten. Dort war die durch den Luxusverbrauch von Fleisch verursachte Harnsäuregicht, die Podagra, eine typische Erkrankung. Auch die moderne Zivilisationsgesellschaft leidet inzwischen chronisch an einem mehr oder weniger großen Bicarbonatmangel und ist chronisch übersäuert. Ursache dafür ist eine zu geringe Nierenleistung im Verhältnis zu einer dauerhaft meist zu hohen Eiweißzufuhr oder einem verstärkten Eiweißstoffwechsel (Abbau durch Sport oder Krankheit).”Schon in früheren Jahrhunderten wurde dies in den privilegierten Adelsschichten sichtbar, deren typische Erkrankung durch Luxuskonsum von Fleisch die Harnsäure-Gicht, die Podagra war. Die moderne Zivilisations-Gesellschaft leidet nunmehr ebenfalls aufgrund einer zu niedrigen Nierenleistung gegenüber einer permanent meist zu hohen Eiweiß-Zufuhr oder einem gesteigerten Eiweiß-Stoffwechsel (Katabolie durch Sport oder Krankheit) chronisch an einem mehr oder weniger großen Bikarbonat-Defizit und ist chronisch azidotisch.
M. S. Sater i H. A. Giha

M. S. Sater und H. A. Giha weisen darauf hin, dass die Ähnlichkeit zwischen den Merkmalen diabetesbedingter Gelenkerkrankungen und den mit einer Azidose verbundenen Veränderungen durch weitere Studien bestätigt werden muss.

„Typ-2-Diabetes steht andererseits mit verschiedenen Erkrankungen des Bindegewebes und der Gelenke in Verbindung. Dazu gehören die diffuse idiopathische Skelett-Hyperostose, das diabetische Handsyndrom, eine eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit, die Dupuytren-Krankheit, eine Beugesehnenentzündung beziehungsweise ein schnellender Finger, das Karpaltunnelsyndrom, eine adhäsive Kapsulitis, eine Tendinopathie der Rotatorenmanschette, eine kalkhaltige Sehnenentzündung, eine Achillessehnen-Tendinopathie und ein Riss der Achillessehne [123]. Obwohl für die genannten mit Typ-2-Diabetes verbundenen Gelenk- und Bindegewebserkrankungen kein Zusammenhang mit CMAD berichtet wurde, ähneln ihre krankhaften Merkmale denen bei CMAD. Daher sind weitere Studien nötig, um diesen Zusammenhang zu bestätigen.”On the other hand, T2D is associated with several CT and joint diseases, including diffuse idiopathic skeletal hyperostosis, diabetic hand syndrome, limited joint mobility, Dupuytren’s disease, flexor tenosynovitis/trigger finger, carpal tunnel syndrome, adhesive capsulitis, rotator cuff tendinopathy, calcified tendinitis, Achilles tendinopathy, and Achilles tendon tear [123]. Although the above T2D-associated joint and CT diseases were not reported to be associated with CMAD, their pathological features are consistent with those seen in CMAD. Therefore, further studies are required to confirm this association.

Studien aus PubMed · Europe PMC

Wir haben 1 Studien mit den besten, positiven Ergebnissen ausgewählt. Das ist eine Auswahl, keine vollständige Übersicht aller Studien.

Anzahl aller Studien zu diesem Thema in PubMed: 10.

Die Studie zeigte, dass der Genuss von alkalischem Wasser zusammen mit der Standardbehandlung bei Menschen mit chronischer Gichtarthritis mit weniger Gelenkschmerzen und Schwellungen sowie einer besseren Beweglichkeit verbunden war.

Ziel der Studie: Chronische Gichtarthritis ist eine häufige Stoffwechselerkrankung. Deshalb wird untersucht, welche Rolle Ernährung und Lebensstil bei ihrer Behandlung spielen. In dieser Studie wurde alkalisches Wasser als ergänzende, nicht medikamentöse Maßnahme zur herkömmlichen Behandlung untersucht. Die Forschenden vermuteten, dass es sich positiv auf den Harnsäurespiegel und die Gichtsymptome auswirken könnte.

Ergebnisse: Schmerzlinderung: Alkalisches Wasser mit hoher Konzentration senkte die VAS-Schmerzwerte nach der Behandlung deutlich (P < .05). Gelenkschwellung: Die stärkste Verbesserung wurde in der Gruppe mit hoher Konzentration beobachtet (P < .001). Fähigkeit zu Alltagsaktivitäten: In den Versuchsgruppen verbesserten sich die Werte für Alltagsaktivitäten deutlich (P < .05). Bewegungsumfang der Gelenke: Alle Gruppen zeigten nach der Behandlung eine deutliche Verbesserung (P < .05). Entzündungsmarker: In den Versuchsgruppen sank das C-reaktive Protein deutlich, besonders in der Gruppe mit niedriger Konzentration (P < .001). Die Senkung der Blutsenkungsgeschwindigkeit war gering und statistisch nicht signifikant (P > .05). Die Werte von Interleukin-1β und Tumornekrosefaktor-α sanken deutlich, besonders in der Gruppe mit niedriger Konzentration. Harnsäurespiegel im Blutserum: In allen Gruppen, die alkalisches Wasser erhielten, sank der Harnsäurespiegel im Blutserum deutlich (P < .05). In der Kontrollgruppe zeigte sich kein solcher Effekt.

Geld für die Studienicht angegeben
Haben die Autoren Verbindungen zu Firmen?nicht angegeben
Hat ein Hersteller bei der Studie geholfen?unbekannt
Art der StudieStudie mit zufälliger Gruppeneinteilung (RCT)
Teilnehmende400

„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.

Perspektiven und Meinungsbeiträge

Die folgenden Inhalte geben Meinungen, Deutungen und Hypothesen der Autoren wieder. Sie werden nicht als gleichwertig mit wissenschaftlichen Studien und systematischen Übersichten behandelt.

Orthomolecular Medicine News Service Meinungsbeitrag
„Bemerkenswert ist, dass ich nie Schmerzmittel, Glucosamin oder andere Gelenkpräparate eingenommen habe. Mit der Zeit verschwanden meine Schulterschmerzen und meine Kniebeschwerden. Heute, mit 66 Jahren, spiele ich weiterhin drei- bis viermal pro Woche Badminton, oft zwei bis drei Stunden am Stück. Ich trete regelmäßig gegen Spieler an, die 20 bis 40 Jahre jünger sind als ich, und bin weiterhin sehr beweglich und ausdauernd. Auch wenn es sich nur um eine persönliche Erfahrung handelt, zeigt sie einen wichtigen Grundsatz der IOM-Systemmedizin: Statt mich auf ein einzelnes Präparat gegen ein einzelnes Symptom zu konzentrieren, habe ich daran gearbeitet, das gesamte physiologische Umfeld meines Körpers zu verbessern.”Notably, I never took pain medications, glucosamine, or other joint supplements. Over time, my shoulder pain disappeared, and my knee discomfort resolved. Today, at age 66, I continue to play badminton three to four times per week, often for two to three hours at a time. I regularly compete with players 20 to 40 years younger and maintain excellent mobility and endurance. While anecdotal, this experience illustrates an important principle of IOM Systems Medicine. Rather than focusing on a single supplement for a single symptom, I focused on improving the body's overall physiological environment.
Orthomolecular Medicine News Service Meinungsbeitrag
„Fazit: Ernährung kann Knieschmerzen verhindern und rückgängig machen. Wir neigen alle dazu, das Knie als mechanisches Gelenk zu betrachten. Das Knie ist jedoch etwas Besonderes, denn mit den richtigen Bausteinen kann es sich selbst reparieren. Oben sind drei Ernährungsmaßnahmen für die Knie aufgeführt, die vielen geholfen haben und einen Versuch wert sind: Niacinamid, DMSO und eine insgesamt bessere Ernährung mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten. Sie sind preiswert und können zu Hause ausprobiert werden. Es liegt also auf der Hand, dass der Satz „Du bist, was du isst“ auch für die Knie gilt und eine auf die Knie abgestimmte Ernährung nur Vorteile bringen kann. Dieser Artikel enthält Beispiele von Ärzten, Chiropraktikern und Verfechtern der Ernährungsmedizin.”Conclusion Nutrition can prevent and reverse knee pain. We all tend to think the knee is a mechanical joint, but the knee is unique that it can self-repair given the right building ingredients. Listed above are three knee nutrition items that have worked for many and are worth a try, niacinamide, DMSO, and a better overall diet with vitamin and mineral supplements. They are inexpensive and can be tried at home. Thus, it is apparent that "you are what you eat" applies to knees and a diet managed to aid the knee can only bring benefits. This article has provided examples from medical doctors, chiropractic doctors and nutrition advocates.
Orthomolecular Medicine News Service Meinungsbeitrag
„Allerdings werden auch andere Stoffwechselenzyme blockiert, was zu Schwäche, Gelenkschmerzen, Schlaflosigkeit, Hautausschlägen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Infektionen, Nasennebenhöhlenentzündungen, Brustschmerzen und peripheren Ödemen führen kann. Auch wenn die Vorteile eines Medikaments die Risiken überwiegen können, sollte man beachten, dass Medikamente meist nicht die Ursache beheben, die ursprünglich zu einem chronischen Gesundheitsproblem geführt hat. Medikamente sollen häufig die Symptome lindern, nicht aber die Ursache des Problems beseitigen. Das macht einen wichtigen philosophischen Unterschied zwischen den Ansätzen der orthomolekularen und der herkömmlichen Medizin deutlich.”However, other metabolic enzymes are blocked as well, causing weakness, joint pain, insomnia, rashes, muscle pain, headaches, infections, sinusitis, chest pain, and peripheral edema. While the benefits of utilizing a drug may outweigh the risks, it is important to note that medication usually does not correct the condition which caused a chronic health problem in the first place. Drugs are often designed to take care of the symptom but not the root of the problem. This highlights a very relevant philosophical difference between orthomolecular medicine vs conventional medicine approaches to health.

Pisaczek beurteilt nicht, wer recht hat. Es zeigt, was geschrieben wurde und wo man es nachlesen kann. Jeder Satz oben hat seine Quelle.