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Ernährung

Übersäuerung des Körpers und Gelenkschmerzen – was sagen Befürworter der basischen Ernährung?

Quellen: 7 · Artikel: 11 078 Zeichen

M. S. Sater und H. A. Giha bringen eine Übersäuerung der Gelenkflüssigkeit mit Veränderungen in Verbindung, die auf eine Gelenkschädigung bei Menschen mit rheumatoider Arthritis hindeuten.

  • Die Autoren beschreiben auch den Einfluss des pH-Werts auf die Funktion von Knorpelzellen und die Bildung von GAG.
  • M. Williamson, N. Moustaid-Moussa und L. Gollahon nennen basische Lebensmittel und Bicarbonate als Möglichkeiten, eine Übersäuerung zu neutralisieren.
  • Prof. Klaus F. Kopp bringt eine chronische Übersäuerung mit einer hohen Eiweißzufuhr oder einem verstärkten Eiweißabbau in Verbindung, Gicht und Podagra dagegen mit einem hohen Fleischkonsum.

Was die Autoren schreiben

M. Williamson i N. Moustaid-Moussa i L. Gollahon

Basische Lebensmittel und die Ergänzung von Bicarbonaten werden als Möglichkeiten vorgeschlagen, eine Übersäuerung zu neutralisieren.

„Um eine Azidose zu neutralisieren und den arteriellen pH-Wert leicht alkalisch zu halten (7.36–7.44), werden basische Lebensmittel und eine Bicarbonat-Supplementierung empfohlen. Physiologische Belege für eine Verschiebung der Ernährung in Richtung basischer Lebensmittel sind: Eine Verringerung oder Neutralisierung der Ernährungslast hemmt den Knochenabbau, den Muskelschwund und eine übermäßige Cortisolausschüttung (), eine Alkalisierung der Tumormikroumgebung verstärkt das Ansprechen von Tumoren auf Chemotherapie (), und höhere Bicarbonatwerte im Plasma sind mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ().”To neutralize acidosis and maintain arterial pH that is slightly alkaline (7.36–7.44), alkaline foods and bicarbonate supplementation are suggested. Physiological evidence supporting an alkaline shift in the diet is shown by: bone reabsorption, muscle atrophy, and excess cortisol secretion is inhibited by reducing or neutralizing dietary load (), alkalinizing the tumor microenvironment enhances tumor response to chemotherapy (), and higher levels of plasma bicarbonate is associated with lower risk for type 2 diabetes ().
M. S. Sater i H. A. Giha

Eine Übersäuerung der Gelenkflüssigkeit wurde bei Menschen mit rheumatoider Arthritis mit Anzeichen einer Gelenkzerstörung und einer Ansammlung von Granulozyten in Verbindung gebracht.

„Ein Beispiel für eine CT-Erkrankung, die die Gelenke betrifft und sowohl mit T2D [193] als auch mit CMA [194] verbunden ist, ist Arthrose. Es wurde gezeigt, dass eine Übersäuerung der Gelenkflüssigkeit bei Patienten mit rheumatoider Arthritis mit radiologischen Anzeichen einer Gelenkzerstörung und einer Ansammlung von Granulozyten im Knie zusammenhängt [195].”An example of a CT disorder that affects joints and is associated with both T2D [193] and CMA [194] is osteoarthritis. Acidosis of synovial fluid has been shown to correlate with radiological features of joint destruction and granulocyte build-up in the knee in rheumatoid arthritis patients [195].
M. S. Sater i H. A. Giha

Selbst geringfügige Veränderungen des pH-Werts können den Stoffwechsel von Knorpelzellen und ihre Fähigkeit zur Bildung von GAG beeinflussen; die höchste Synthese wurde bei einem pH-Wert von 7,2 beobachtet.

„Bei Chondrozyten, die aus dem Gelenkknorpel von Rindern isoliert wurden, beeinflussen geringfügige pH-Änderungen den Stoffwechsel der Chondrozyten und ihre Fähigkeit, GAG zu synthetisieren; die höchste Synthese fand bei einem pH-Wert von 7,2 statt [197]. Ein weiterer Beleg für die Rolle von CMAD bei Gelenkentzündungen ist die positive Reaktion von Patienten mit Arthrose auf basische Mineralstoffpräparate [196].”In chondrocytes isolated from bovine articular cartilage, minor alterations in pH impact chondrocyte metabolism and ability to synthesize GAGs, with maximum synthesis occurring at a pH of 7.2 [197]. Further evidence for the role of CMAD in joint inflammation is the positive response in patients with osteoarthritis to alkaline mineral supplements [196].
Prof. Klaus F. Kopp

Der Autor bringt eine chronische Übersäuerung mit einer geringen Nierenleistung im Verhältnis zu einer hohen Eiweißzufuhr oder einem verstärkten Eiweißabbau in Verbindung.

„Auch die moderne Zivilisationsgesellschaft leidet inzwischen chronisch an einem mehr oder weniger großen Bicarbonatmangel und ist chronisch azidotisch. Ursache dafür ist eine zu geringe Nierenleistung im Verhältnis zu einer dauerhaft meist zu hohen Eiweißzufuhr oder einem verstärkten Eiweißstoffwechsel (Katabolie durch Sport oder Krankheit).”Die moderne Zivilisations-Gesellschaft leidet nunmehr ebenfalls aufgrund einer zu niedrigen Nierenleistung gegenüber einer permanent meist zu hohen Eiweiß-Zufuhr oder einem gesteigerten Eiweiß-Stoffwechsel (Katabolie durch Sport oder Krankheit) chronisch an einem mehr oder weniger großen Bikarbonat-Defizit und ist chronisch azidotisch.
Prof. Klaus F. Kopp

Der Autor führt Gicht und Podagra als Beschwerden an, die mit einem hohen Fleischkonsum verbunden sind.

„Schon in früheren Jahrhunderten zeigte sich dies in den privilegierten Adelskreisen. Ihre typische Erkrankung infolge des übermäßigen Fleischkonsums war die Harnsäuregicht, die Podagra. Auch die moderne Zivilisationsgesellschaft leidet inzwischen chronisch an einem mehr oder weniger großen Bicarbonatmangel und ist chronisch azidotisch. Ursache dafür ist eine zu geringe Nierenleistung im Verhältnis zu einer dauerhaft meist zu hohen Eiweißzufuhr oder einem verstärkten Eiweißstoffwechsel (Katabolie durch Sport oder Krankheit).”Schon in früheren Jahrhunderten wurde dies in den privilegierten Adelsschichten sichtbar, deren typische Erkrankung durch Luxuskonsum von Fleisch die Harnsäure-Gicht, die Podagra war. Die moderne Zivilisations-Gesellschaft leidet nunmehr ebenfalls aufgrund einer zu niedrigen Nierenleistung gegenüber einer permanent meist zu hohen Eiweiß-Zufuhr oder einem gesteigerten Eiweiß-Stoffwechsel (Katabolie durch Sport oder Krankheit) chronisch an einem mehr oder weniger großen Bikarbonat-Defizit und ist chronisch azidotisch.
M. S. Sater i H. A. Giha

M. S. Sater und H. A. Giha weisen darauf hin, dass die Ähnlichkeit zwischen den Merkmalen von Gelenkerkrankungen im Zusammenhang mit Diabetes und den Veränderungen bei einer Azidose noch durch weitere Studien bestätigt werden muss.

„Andererseits ist T2D mit mehreren Erkrankungen des Bindegewebes und der Gelenke verbunden, darunter diffuse idiopathische skelettale Hyperostose, diabetisches Hand-Syndrom, eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit, Morbus Dupuytren, Beugesehnentenosynovitis/Schnappfinger, Karpaltunnelsyndrom, adhäsive Kapsulitis, Rotatorenmanschetten-Tendinopathie, kalzifizierende Tendinitis, Achillessehnen-Tendinopathie und Achillessehnenriss [123]. Obwohl für die oben genannten, mit T2D verbundenen Erkrankungen der Gelenke und des Bindegewebes kein Zusammenhang mit CMAD berichtet wurde, stimmen ihre krankhaften Merkmale mit denen bei CMAD überein. Daher sind weitere Studien erforderlich, um diesen Zusammenhang zu bestätigen.”On the other hand, T2D is associated with several CT and joint diseases, including diffuse idiopathic skeletal hyperostosis, diabetic hand syndrome, limited joint mobility, Dupuytren’s disease, flexor tenosynovitis/trigger finger, carpal tunnel syndrome, adhesive capsulitis, rotator cuff tendinopathy, calcified tendinitis, Achilles tendinopathy, and Achilles tendon tear [123]. Although the above T2D-associated joint and CT diseases were not reported to be associated with CMAD, their pathological features are consistent with those seen in CMAD. Therefore, further studies are required to confirm this association.

Studien aus PubMed · Europe PMC

Wir haben 1 Studien mit den besten, positiven Ergebnissen ausgewählt. Das ist eine Auswahl, keine vollständige Übersicht aller Studien.

Anzahl aller Studien zu diesem Thema in PubMed: 10.

Die Studie ergab, dass das Trinken von alkalischem Wasser zusätzlich zur Standardbehandlung bei Menschen mit chronischer Gichtarthritis mit weniger Gelenkschmerzen und -schwellungen sowie einer besseren Funktionsfähigkeit verbunden war.

Ziel der Studie: Chronische Gichtarthritis, eine häufige Stoffwechselerkrankung, hat das Interesse an der Rolle von Ernährung und Lebensstil bei ihrer Behandlung geweckt. Diese Studie untersucht alkalisches Wasser als nichtmedikamentöse Ergänzung zur herkömmlichen Medizin und stellt die Hypothese auf, dass es sich positiv auf den Harnsäurespiegel und die Gichtsymptome auswirkt.

Ergebnisse: Schmerzlinderung: Hoch konzentriertes alkalisches Wasser senkte die VAS-Schmerzwerte nach der Behandlung deutlich (P < .05). Gelenkschwellung: Die größte Verbesserung wurde in der Gruppe mit hoher Konzentration beobachtet (P < .001). Fähigkeit zu Alltagsaktivitäten: In den Versuchsgruppen verbesserten sich die Werte für Alltagsaktivitäten deutlich (P < .05). Bewegungsumfang der Gelenke: In allen Gruppen wurde nach der Behandlung eine deutliche Verbesserung festgestellt (P < .05). Entzündungsmarker: In den Versuchsgruppen sank das C-reaktive Protein deutlich, besonders in der Gruppe mit niedriger Konzentration (P < .001). Die Senkung der Blutsenkungsgeschwindigkeit war gering und statistisch nicht signifikant (P > .05). Die Werte von Interleukin-1β und Tumornekrosefaktor-α sanken deutlich, besonders in der Gruppe mit niedriger Konzentration. Harnsäurespiegel im Serum: In allen Gruppen mit alkalischem Wasser wurde eine deutliche Senkung des Harnsäurespiegels im Serum beobachtet (P < .05), anders als in der Kontrollgruppe.

Geld für die Studienicht angegeben
Haben die Autoren Verbindungen zu Firmen?nicht angegeben
Hat ein Hersteller bei der Studie geholfen?unbekannt
Art der StudieStudie mit zufälliger Gruppeneinteilung (RCT)
Teilnehmende400

„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.

Perspektiven und Meinungsbeiträge

Die folgenden Inhalte geben Meinungen, Deutungen und Hypothesen der Autoren wieder. Sie werden nicht als gleichwertig mit wissenschaftlichen Studien und systematischen Übersichten behandelt.

Orthomolecular Medicine News Service Meinungsbeitrag
„Bemerkenswert ist, dass ich weder Schmerzmittel noch Glucosamin oder andere Nahrungsergänzungsmittel für die Gelenke eingenommen habe. Mit der Zeit verschwanden meine Schulterschmerzen und auch meine Kniebeschwerden gingen zurück. Heute, im Alter von 66 Jahren, spiele ich weiterhin drei- bis viermal pro Woche Badminton, oft jeweils zwei bis drei Stunden lang. Ich trete regelmäßig gegen Spieler an, die 20 bis 40 Jahre jünger sind, und verfüge über eine ausgezeichnete Beweglichkeit und Ausdauer. Auch wenn es sich nur um einen Erfahrungsbericht handelt, veranschaulicht er ein wichtiges Prinzip der IOM-Systemmedizin. Statt mich auf ein einzelnes Ergänzungsmittel für ein einzelnes Symptom zu konzentrieren, habe ich mich darauf konzentriert, das gesamte physiologische Umfeld des Körpers zu verbessern.”Notably, I never took pain medications, glucosamine, or other joint supplements. Over time, my shoulder pain disappeared, and my knee discomfort resolved. Today, at age 66, I continue to play badminton three to four times per week, often for two to three hours at a time. I regularly compete with players 20 to 40 years younger and maintain excellent mobility and endurance. While anecdotal, this experience illustrates an important principle of IOM Systems Medicine. Rather than focusing on a single supplement for a single symptom, I focused on improving the body's overall physiological environment.
Orthomolecular Medicine News Service Meinungsbeitrag
„Fazit: Ernährung kann Knieschmerzen verhindern und rückgängig machen. Wir neigen alle dazu, das Knie als mechanisches Gelenk zu betrachten. Es ist jedoch einzigartig, weil es sich mit den richtigen Bausteinen selbst reparieren kann. Oben sind drei Nährstoffe für die Knie aufgeführt, die vielen geholfen haben und einen Versuch wert sind: Niacinamid, DMSO sowie eine insgesamt bessere Ernährung mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten. Sie sind preiswert und können zu Hause ausprobiert werden. Es zeigt sich also, dass „Du bist, was du isst“ auch für die Knie gilt und eine auf die Unterstützung der Knie abgestimmte Ernährung nur Vorteile bringen kann. Dieser Artikel hat Beispiele von Ärzten, Chiropraktikern und Ernährungsbefürwortern vorgestellt.”Conclusion Nutrition can prevent and reverse knee pain. We all tend to think the knee is a mechanical joint, but the knee is unique that it can self-repair given the right building ingredients. Listed above are three knee nutrition items that have worked for many and are worth a try, niacinamide, DMSO, and a better overall diet with vitamin and mineral supplements. They are inexpensive and can be tried at home. Thus, it is apparent that "you are what you eat" applies to knees and a diet managed to aid the knee can only bring benefits. This article has provided examples from medical doctors, chiropractic doctors and nutrition advocates.
Orthomolecular Medicine News Service Meinungsbeitrag
„Allerdings werden auch andere Stoffwechselenzyme blockiert. Das kann zu Schwäche, Gelenkschmerzen, Schlaflosigkeit, Hautausschlägen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Infektionen, Nasennebenhöhlenentzündung, Brustschmerzen und peripheren Ödemen führen. Auch wenn der Nutzen eines Medikaments die Risiken überwiegen kann, ist es wichtig zu beachten, dass Medikamente in der Regel nicht die Ursache beheben, die ursprünglich zu einem chronischen Gesundheitsproblem geführt hat. Medikamente sollen oft das Symptom behandeln, nicht aber die Ursache des Problems. Dies verdeutlicht einen sehr wichtigen philosophischen Unterschied zwischen den Ansätzen der orthomolekularen Medizin und der Schulmedizin.”However, other metabolic enzymes are blocked as well, causing weakness, joint pain, insomnia, rashes, muscle pain, headaches, infections, sinusitis, chest pain, and peripheral edema. While the benefits of utilizing a drug may outweigh the risks, it is important to note that medication usually does not correct the condition which caused a chronic health problem in the first place. Drugs are often designed to take care of the symptom but not the root of the problem. This highlights a very relevant philosophical difference between orthomolecular medicine vs conventional medicine approaches to health.

Pisaczek beurteilt nicht, wer recht hat. Es zeigt, was geschrieben wurde und wo man es nachlesen kann. Jeder Satz oben hat seine Quelle.