Kräuter und PflanzenEibisch – Schleim aus der Wurzel statt Hustensaft?
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- Marsh Mallow (Althaea officinalis L.) and Its Potency in the Treatment of Cough. · Complement Med Res 2020
- [Marshmallow Root Extract for the Treatment of Irritative Cough: Two Surveys on Users' View on Effectiveness and Tolerability]. · Complement Med Res 2018
- [Antitussive action of extracts and polysaccharides of marsh mallow (Althea officinalis L., var. robusta)]. · Pharmazie 1992
- The antitussive activity of polysaccharides from Althaea officinalis l., var. Robusta, Arctium lappa L., var. Herkules, and Prunus persica L., Batsch. · Bratisl Lek Listy 2007
- Antitussive activity of Althaea officinalis L. polysaccharide rhamnogalacturonan and its changes in guinea pigs with ovalbumine-induced airways inflammation. · Bratisl Lek Listy 2011
- Orthomolecular Medicine News Service — Sodium Ascorbate Treatment of Whooping Cough
Henryk Różański beschreibt die Eibischwurzel als Mittel zur Linderung von akutem, trockenem Husten.
- Für den Kaltauszug werden 2–3 Esslöffel zerkleinerte Wurzel mit 1–2 Gläsern kaltem, abgekochtem Wasser angesetzt.
- Aus dem Kaltauszug lässt sich Sirup herstellen, indem man Honig, Himbeersaft oder eine gesättigte Zuckerlösung hinzufügt.
- Eibisch kann Beinwell in einer Mischung gegen trockenen Husten ersetzen, die mehrere pflanzliche Wirkstoffe enthalten sollte.
Was die Autoren schreiben
Die Eibischwurzel ist ein hustenstillender und reizlindernder pflanzlicher Rohstoff, der für Aufgüsse und Kaltauszüge verwendet wird.
Für den Kaltauszug werden 2–3 Esslöffel zerkleinerter pflanzlicher Rohstoff mit 1–2 Gläsern kaltem, abgekochtem Wasser übergossen; bei Husten wird er getrunken.
Aus einem Kaltauszug aus der Wurzel oder den Blättern lässt sich Sirup herstellen, indem man Honig hinzufügt; anstelle von Honig kann man Himbeersaft oder eine gesättigte Zuckerlösung verwenden.
Eibisch lindert akuten, trockenen Husten.
Die Eibischwurzel wird als eine der Zutaten genannt, die Beinwell bei der Behandlung von trockenem Husten ersetzen können. Der Autor merkt jedoch an, dass mehrere pflanzliche Rohstoffe benötigt werden.
Studien aus PubMed · Europe PMC
Wir haben 5 Studien mit den besten, positiven Ergebnissen ausgewählt. Das ist eine Auswahl, keine vollständige Übersicht aller Studien.
Anzahl aller Studien zu diesem Thema in PubMed: 18.
Die Übersichtsarbeit zeigt, dass Tierstudien und Studien am Menschen die Wirksamkeit von Eibischextrakten bei trockenem Husten bestätigt haben.
Ziel der Studie: Althaea officinalis wird traditionell zur Behandlung von Husten und anderen Atemwegsbeschwerden eingesetzt. Ziel dieser Übersichtsarbeit war es, seine Wirksamkeit in der modernen Forschung im Hinblick auf die traditionellen Anwendungsweisen zu bewerten.
Ergebnisse: Bei der schleimlösenden und hustenstillenden Wirkung von A. officinalis bei der Behandlung von Husten sind unterschiedliche Mechanismen beteiligt. Daher könnte A. officinalis in Kombination mit anderen Pflanzenextrakten und in verschiedenen Darreichungsformen eine gute Wahl bei Husten, Halsschmerzen und anderen Atemwegsbeschwerden sein.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
In Umfragen berichteten Anwender von Sirup und Lutschpastillen mit einem wässrigen Wurzelextrakt von einer raschen Linderung von Halsreizungen und trockenem Husten.
Ziel der Studie: Hustenpräparate mit wässrigen Eibischwurzelextrakten (Althaea officinalis) haben in Deutschland eine lange Tradition als Arzneimittel. Ziel der beiden hier vorgestellten prospektiven, nicht-interventionellen Umfragen war es, die Einschätzung der Anwender zur Wirksamkeit und Verträglichkeit sowie ihre Zufriedenheit besser zu dokumentieren.
Ergebnisse: Diese von den Anwendern berichteten Ergebnisse zeigen, dass beide Präparate bei der symptomatischen Behandlung von Reizungen im Mund- oder Rachenraum und dem damit verbundenen trockenen Husten gut wirkten. Die Wirkung trat sehr schnell ein, in den meisten Fällen innerhalb von 10 Minuten. Die Verträglichkeit war sehr gut (beim Sirup gab es nur 3 leichte Nebenwirkungen). Die Ergebnisse der Umfragen rechtfertigen die seit Langem etablierte Anwendung beider Eibischpräparate zur symptomatischen Behandlung von trockenem Husten.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
Bei Katzen verringerte ein Polysaccharid aus der Eibischwurzel die Zahl der Hustenanfälle; seine Wirkung war mit der von Eibischsirup vergleichbar.
Ziel der Studie: Ein komplexer Extrakt und das aus den Wurzeln des Eibischs isolierte Polysaccharid wurden auf ihre hustenstillende Wirkung bei nicht narkotisierten Katzen beiderlei Geschlechts untersucht. Husten wurde durch mechanische Reizung der Schleimhaut im Kehl-Rachen-Raum und im tracheobronchialen Bereich der Atemwege mit einer Nylonfaser (Durchmesser 0,35 mm) ausgelöst.
Ergebnisse: Es hemmte den Hustenreflex ebenso wirksam wie Sirupus Althaeae in einer Dosis von 1000 mg/kg Körpergewicht und wirksamer als Prenoxdiazin in einer Dosis von 30 mg/kg Körpergewicht. Die hustenstillende Wirkung des Polysaccharids war jedoch geringer als die von Dropropizin. Der Extrakt war weniger wirksam als das Polysaccharid.
„Nicht angegeben“ heißt nicht, dass niemand bezahlt hat – die Datenbank vermerkt es nicht immer.
In einem Experiment an Katzen hemmten pflanzliche Polysaccharide den Husten deutlich, insbesondere die aus Eibisch.
Ziel der Studie: Die Behandlung krankhaften Hustens stellt ein ernstes medizinisches Problem dar. Ziel der Experimente war es, den Einfluss von Polysacchariden auf experimentell ausgelösten Husten zu untersuchen.
Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigten, dass die untersuchten Polysaccharide eine statistisch signifikante hustenstillende Wirkung hatten, die merklich stärker war als die des in der klinischen Praxis zur Behandlung von Husten eingesetzten nicht narkotischen Arzneimittels. Die stärkste hustenstillende Wirkung wurde bei dem Polysaccharid aus Eibisch beobachtet, das den höchsten Anteil an Uronsäurebestandteilen aufwies. Der negative Einfluss der untersuchten Verbindungen auf das Abhusten war im Vergleich zu Codein vernachlässigbar. Die hustenstillende Wirkung verschiedener pflanzlicher Polysaccharide wurde bestätigt. Diese Ergebnisse lassen sie als vielversprechende hustenstillende Wirkstoffe einstufen (Tab. 2, Abb. 6, Lit. 15). Volltext (kostenlos, PDF) www.bmj.sk.
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Bei Meerschweinchen hemmte ein Eibischpolysaccharid den Hustenreflex dosisabhängig, doch bei einer Entzündung hielt die Wirkung kürzer an.
Ziel der Studie: Die vorgestellten Studien sollten die hustenstillende Wirkung des Polysaccharids Rhamnogalacturonan aus Althaea officinalis und deren Veränderung bei allergischer Entzündung experimentell bestätigen.
Ergebnisse: 1) Das Polysaccharid Rhamnogalacturonan aus Althaea officinalis hemmt den Hustenreflex bei nicht sensibilisierten Meerschweinchen dosisabhängig. Gleichzeitig verkürzte das pflanzliche Polysaccharid die Dauer der hustenstillenden Wirkung, wenn es unter entzündlichen Bedingungen getestet wurde. 2) Rhamnogalacturonan beeinflusste die Reaktivität der Atemwege unter In-vivo-Bedingungen nicht; dies zeigte sich an den spezifischen Widerstandswerten weder bei sensibilisierten noch bei nicht sensibilisierten Tiergruppen. 3) Die unter denselben Bedingungen getestete hustenstillende Wirkung von Codein (orale Dosis 10 mg/kg Körpergewicht) war bei nicht sensibilisierten Tieren mit der Wirkung einer höheren Dosis Rhamnogalacturonan vergleichbar. 4) Histopathologische Untersuchungen bestätigten das für eine allergische Entzündung der Atemwege charakteristische Zellmuster. Rhamnogalacturonan, das aus dem Schleim von Althaea officinalis isoliert wurde, hat im Testsystem mit Meerschweinchen eine sehr starke hustenstillende Wirkung. Bei experimentell ausgelöster allergischer Entzündung der Atemwege ist diese Wirkung kürzer (Tab. 1, Abb. 4, Lit. 25).
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Perspektiven und Meinungsbeiträge
Die folgenden Inhalte geben Meinungen, Deutungen und Hypothesen der Autoren wieder. Sie werden nicht als gleichwertig mit wissenschaftlichen Studien und systematischen Übersichten behandelt.
Pisaczek beurteilt nicht, wer recht hat. Es zeigt, was geschrieben wurde und wo man es nachlesen kann. Jeder Satz oben hat seine Quelle.